Wettbewerb zur Gestaltung von universitären Wahlräumen – Kann Architektur ein Milieu für politische Mitbestimmung bieten?

In Kooperation mit der Habitat Unit, FG Entwerfen und internationale Urbanistik, initiierte das Fachgebiet DE/CO einen studentischen Wettbewerb, der das Ziel hatte, Möglichkeiten von Architektur und räumlichen Kommunikationsstrategien für die Gestaltung von ‘Wahlräumen’ an Hochschulen auszuloten und hierfür konkrete, realisierbare Projektvorschläge zu erarbeiten.

Die TU Berlin hat über 40.000 Mitglieder, die sich mit Hilfe von Wahlbeteiligungen als Mitwirkende innerhalb paritätisch besetzten Gremien in Instituten, Fakultäten sowie im Akademischen Senat und Kuratorium zu einem hohen Maße selbstverwalten. Somit ist die Universität auch ein Laboratorium und Experimentierraum für gesellschaftliche Teilhabeprozesse und Mitbestimmung. In den letzten Jahren ist jedoch die Wahlbeteiligung von vor allem Studierenden und akademischen Mitarbeitern stets niedrig geblieben. Im Angesicht einer viel diskutierten ‚Krise der Demokratie‘ in unserer Gesellschaft ein alarmierendes Zeichen.

Die Gründe hierfür sind vielschichtig und inkludieren Informations- und Kommunikationsdefizite über Kandidat/innen und Wahlprozedere. Der studentische Wettbewerb setzt sich daher zum Ziel, Teilhabe- und Mitgestaltungsmöglichkeiten an der Universität sowie im Universitätsalltag räumlich erleb- und sichtbar werden zu lassen.

Partner für den Wettbewerb ist die AG Partizipation der TU Berlin, die im Auftrag des akademischen Senates Vorschläge zur Verbesserung der statusgruppenübergreifenden Partizipation an Wahlen und in Gremien erarbeitet. Die Ideen aus dem Wettbewerb sollen in Umsetzungsprojekte überführt werden, die im Rahmen zukünftiger universitätsweiter Wahlen getestet werden können.

Wettbewerbszeitraum: 21 November, 2018 – 09 Januar, 2019

Fachliche Leitung:
Prof. Dr. Philipp Misselwitz (Institut für Architektur, TU Berlin)
Hannes Langguth (Institut für Architektur, TU Berlin)
Prof. Jan Kampshoff (Institut für Architektur, TU Berlin)
Dr. Franz-Josef Schmitt (Leiter der AG Partizipation, TU Berlin)

Jury:
Prof. Dr. Angela Ittel (Vizepräsidentin TU Berlin)
Prof. Eike Roswag-Klinge (IfA, FG NBL)
Prof. Dr. Ulrike Woggon (AG Partizipation)
Katharina Beckmann (IfA, SoMi, Kuratorium)
Daniel Hülseweg (IfA, Vertreter WM)
Lasse Rau (IfA, Vertreter Studierende)

Studierende:
Tunca Basaran, Anke Flügge, Leonardo Freitag, Johanna Hamel, Lara Jensen, Judith Larsen, Carolin Lichtenstein, Johannes Reinders, Cecilia Santamaria

1. Preis á 200 Euro
Johannes Reinders, Cecilia Santamaria
Titel: (Un)Framing University Participation

1. Preis á 200 Euro
Anke Flügge
Titel: RE:spond

2. Preis á 100 Euro
Lara Jensen, Judith Larsen
Titel: meet & read

Anerkennung á 50 Euro
Carolin Lichtenstein, Johanna Hamel, Tunca Basaran
Titel: Cubique

Anerkennung á 50 Euro
Leonardo Freitag
Titel: –


Dokumentation der Arbeiten